Nach den beiden Stadtmeistertiteln aus den Jahren 2024 und 2025 trat das zu großen Teilen eingespielte Team der Jahrgänge 2011 und 2012 in diesem Jahr in der Wettkampfklasse II (U17) an und verpasste denkbar knapp den erneuten Stadtmeistertitel.

Im ersten Spiel des Tages traf das HBG-Team im „Derby“ auf das Helmholtz-Gymnasium, während zum Abschluss dann das Duell gegen die starken Spielerinnen vom Ernst-Kalkuhl-Gymnasium wartete. Gespielt wurde 7 gegen 7 für jeweils 2×15 Minuten lang auf einem halben Feld. Die Stadtmeisterschaften fanden wie in den Vorjahren dabei auf dem Sportplatz am Brüser Berg statt – Heimspiel! 

Hardtberg-Gymnasium Bonn – Helmholtz-Gymnasium 3-0

Beide Teams agierten zunächst etwas abwartend, das Hardtberg-Gymnasium kam aber insgesamt deutlich besser ins Spiel. In der 8. Minute tanzte Jana Zöller sich von links in den gegnerischen Strafraum und schoss platziert zur Führung ins lange Eck. Die HHG-Torhüterin, die wie Jana in Bad-Neuenahr die Fußballstiefel schnürt, konnte in der Folge jedoch weitere gute Möglichkeiten in der 12. (Coproduktion von Jana Zöller und Ida Larue), 14. Minute und 18. Minute stark entschärfen. Nach einem Eckstoßtrick durch Jana und Ida erhöhte Elsa Wiemann zur 2-0 Führung und wiederum 2 Minuten später schob  Jana durch die Beine der Torhüterin zum auch in der Höhe verdienten 3-0 ein. Die für die quirlige Soraya Harmach eingewechselte Johanna Eckey brachte direkt Torgefahr mit, bei der starken Hereingabe von Ida waren die Fußballschuhe aber 2 cm zu kurz. Marieke Todt, Greta Fuchs, Elsa Wiemann und die eingewechselte Luisa John zeigten eine starke Leistung in der Defensive, sodass die Torhüterin Luise Rathgeber nur selten ihr ganzes Können zeigen musste. Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es aus HBG-Sicht dann aber doch: Josephine Essomo, bereits angeschlagen angereist, konnte als Taktgeberin im defensiven Mittelfeld nur kurzzeitig mitwirken und fiel für die restliche Spielzeit aus.

Ernst-Kalkuhl-Gymnasium – Helmholtz-Gymnasium 4-0

Vom deutlichen Sieg der HBG-Mädchen etwas geknickt verlor das Helmholtz-Gymnasium in der Folge auch das zweite Spiel – diesmal 4-0 gegen die Spielerinnen vom Ernst-Kalkuhl-Gymnasium.

Hardtberg-Gymnasium Bonn – Ernst-Kalkuhl-Gymnasium 2-2

Zum Abschluss der Stadtmeisterschaften kam es dann zum sprichwörtlichen Finale, da beide Mannschaften mit 3 Punkten im Gepäck ins entscheidende Spiel gingen. Mit den Spielerinnen des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums warteten dabei sehr starke Gegnerinnen, da sich das Team zum großen Teil aus einer eingespielten, starken Vereinsmannschaft zusammensetzte.

Der Plan, auf schnelle Gegenstöße zu setzen, zahlte sich aber direkt zu Beginn aus. Nachdem ein guter Abschluss von Jana in der 4. Minute noch abgewehrt wurde, konnte sie in der 9. Minute nach gutem Doppelpass mit Johanna das wichtige 1-0 markieren. Leider verschlief das HBG-Team den anschließenden Anstoß vollends, sodass das Ernst-Kalkuhl-Gymnasium bereits eine Minute später ausgleichen konnte.

Leider sollte sich das Geschehene in der zweiten Halbzeit ähnlich wiederholen. Kurz nach Wiederanpfiff traf Jana durch eine starken Distanzschuss (17. Minute) zur erneuten, nicht unverdienten Führung. In der 20. Minute folgte dann aber leider die kurioseste Szene des gesamten Turniers: bei einem langen Ball in Richtung Luises Tor verletzte sich eine gegnerische Stürmerin. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb allerdings stumm. Von der Situation überrascht stellten alle umliegenden Spielerinnen das Spiel ein – fast alle: eine Spielerin des EKG nahm den Ball seelenruhig mit und schob zum in dieser Phase unverdienten Ausgleich ein. Alle weiteren Angriffsbemühungen des HBG blieben leider erfolglos, sodass es beim 2-2 blieb. Da das Ernst-Kalkuhl-Gymnasium das Spiel gegen das HHG mit einem Tor mehr gewann, wurden die EKG-Kickerinnen durch das mehr geschossene Tor Stadtmeister. Für die Spielerinnen von HBG blieb damit nur der undankbare zweite Platz. 

Da alle Spielerinnen aus den jüngeren Jahrgängen der Wettkampfklasse II stammen, darf sich die Bonner Schullandschaft im kommenden Jahr auf eine starke Truppe einstellen.