Im Rahmen des 60-jährigen Schuljubiläums bot die Podiumsdebatte „Zwei Nationen – ein Planet: Die Energiepolitik Deutschlands und Frankreichs als Prüfstein der Freundschaft“ den zahlreich erschienenen Gästen im PZ einen spannenden und abwechslungsreichen Abend rund um die Frage, ob eine Rückkehr zur Kernkraft in Deutschland sinnvoll sei. Gemeinsam mit der französischen Energieexpertin Annabelle Livet und dem deutschen Politikwissenschaftler Dr. Frank Umbach diskutierten sieben HBG-Schülerinnen und Schüler aktuelle energiepolitische Entwicklungen aus der Perspektive beider Länder.
Bereits der musikalische Auftakt mit dem Umweltsong „Aux arbres citoyens“ durch die 7c und die Pop Singers setzte ein eindrucksvolles Zeichen für Umweltbewusstsein und Engagement.
In der anschließenden Debatte zeigten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und Q1 große Diskussionsfreude sowie fundiertes fachliches Wissen. Die vier debattierenden Schüler Kian Bekhairnia, Theo Larue, Nick Loskamp (10a) und Marc Pahne (Q1) überzeugten dabei besonders auf der Contra-Seite zur Atomkraft. Moderiert wurde der Abend souverän von Noelia Jiménez Cruz (10a) und Vivien Over (Q1), unterstützt durch die “Anwältin des Publikums” Hannah Trimpop (Q1), die Fragen und Meinungsbilder aus dem Publikum einbrachte. Schnell gewann das Publikum den Eindruck, dass dieser Debatte die Energie wirklich nicht ausging und Expert:Innen und Schüler:Innen noch lange hätten weiterdiskutieren können.
Auch musikalisch zog sich französisches Flair durch den gesamten Abend: Mounia Meyer (9a) spielte „Je te laisserai des mots“ von Patrick Watson, während Hanyun Dai (9a) mit Debussys „Clair de Lune“ für einen weiteren eindrucksvollen musikalischen Moment sorgte. Das französische Bistrot der Klasse 10a trug mit einem reichhaltigen Buffet ebenfalls wesentlich zur gelungenen Atmosphäre bei.
Für den humorvollen Ausklang des Abends sorgten schließlich „Brennstäbe aus Schokolade“, die als „grenzüberschreitende Energiereserve“ an die Debattierenden und Moderierenden verliehen wurden – selbstverständlich komplett strahlungsfrei, dafür aber mit hoher Argumentationsdichte. Laut beiliegender „Gebrauchsanweisung“ handelte es sich um eine „hochreine Energiequelle“ mit äußerst geringer Halbwertszeit – insbesondere bei akutem Heißhunger.
Publikum und Beteiligte zeigten sich begeistert von der lebendigen Diskussion und den vielfältigen Impulsen der Debattierenden. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig offener Dialog und unterschiedliche Perspektiven für das Verständnis globaler energie-, sicherheits- und umweltpolitischer Herausforderungen sind.
