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Seit der Verabschiedung der neuen Kernlehrpläne bilden gemeinsame Kompetenzbereiche eine Basis für die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik. Dabei geht es um die vier Kompetenzbereiche Fachwissen, Erkenntnisgewinnung, Kommunikation und Bewertung. Wenn man sich intensiv und kritischreflektierend mit naturwissen-schaftlichen Fragestellungen beschäftigen willl, braucht man außer einer soliden Fachbasis, Fähigkeiiten und Fertigkeiten, um Wissen zu verstehen und anzuwenden.

Hier erfahren Sie mehr zum Chemieunterricht am HBG.


Die Schülerinnen und Schüler müssen die Möglichkeit haben, Sachverhalte zu erforschen, Informationen einzuholen und mit anderen zu kommunizieren. Untersuchungsergebnisse müssen richtig bewertet werden, um entsprechende Schlussfolgerungen für die weitere Erkenntnisgewinnung zu ziehen.
Zu den wichtigsten Kompetenzoperatoren im Fachbereich Chemie gehören das Formulieren, das Vergleichen, das Anwenden, Begründen, Präsentieren, Erkennen, Bewerten, Recherchieren, Experimentieren, Erforschen und Evaluieren.

Die Fachinhalte werden für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I auf wenige Basiskonzepte bezogen:

  • Struktur der Materie
  • Chemische Reaktion
  • Energie


Diese Basiskonzepte sind die Grundlage für den Wissensaufbau und die Vernetzung für die anderen naturwissenschaftlichen Fächer.


Das naturwissenschaftliche Experiment im Unterricht

Zur Umsetzung der Handlungsdimension hat das naturwissenschaftliche Experiment einen besonders hohen Stellenwert. Das gut vorbereitete Experiment und seine Auswertung steht im Zentrum des Chemieunterrichts. Seit der Sanierung des Hardtberg-Gymnasiums vor zwei Jahren verfügt das HBG über neue Fachräume in den Naturwissenschaften nach dem aktuellsten Stand der Technik, die auch den hohen sicherheitstechnischen Anforderungen genügen. Dabei wurde nicht nur Wert auf eine umfangreiche Ausstattung mit Chemikalien und technischen Geräten gelegt, sondern auch auf eine optimale Gestaltung der Schülerarbeitsplätze.
Unsere Schule bietet damit die Möglichkeit, die Experimentierfreude der Schülerinnen und Schüler als ein wesentliches Element beim Erlernen komplexer chemischer Zusammenhänge umfassend zu nutzen. Gerade die eigene Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten soll es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich in grundlegende naturwissenschaftliche Denkweisen einzuüben, die fächerübergreifend die Basis für einen eventuellen späteren natur- oder ingenieurwisssenschaftlichen Berufswunsch bilden können.

Kooperation mit der Universität Bonn

Chemie_SchuelergruppeDas Hardtberg-Gymnasium hat als erste Bonner Schule am 04. Juli 2002 einen Kooperationsvertrag mit der Universität abgeschlossen, um den wissenschaftspropädeutischen Bildungsauftrag besser verwirklichen zu können. Besonders im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich können durch die enge Zusammenarbeit mit der Universität Schülerinnen und Schülern inhalts- und handlungsbezogene Kompetenzen verstärkt vermittelt werden. In den von der Universität angebotenen Praktika in Chemie und Physik und mit dem Projekt "Fördern, Fordern Forschen" führen das experimentelle und theoretische Arbeiten zur Erschließung komplexer Sachverhalte sowie zu einer vertieften Erkenntnisgewinnung.
Durch die regelmäßige Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an den Veranstaltungen der Universität wie Vorlesungen, Vorträgen, Praktika, Schnupperstudientagen, Bibliotheksführungen und Studienberatungen sowie dem Projekt "Wissenschaftstreff" wird die systematische Kooperation und der Austausch zwischen den Schulen und der Universität Bonn weiter gestärkt. Eine weitere Möglichkeit zur vertieften Zusammenarbeit zwischen Schule und Universität bieten die zukünftigen Projektkurse in der gymnasialen Oberstufe.

Am 29.06.2009 und am 30.06.2009 machten der Chemiegrundkurs der Jahrgangsstufe 11 von Frau Taras einen Besuch bei den Chemischen Instituten der Universität Bonn, um dort einmal einen Einblick in das Chemiestudium und vor allem in die wissenschaftliche Arbeitsweise von Chemikern zu bekommen. Dabei wurden den Schülerinnen und Schülern verschiedene Analysemethoden vorgestellt und es wurden praktische Übungen zur qualitativen Analyse durchgeführt.


Förderunterricht in der Jahrgangsstufe 11

Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11, die im ersten Halbjahr des Schuljahres im Ausland waren, bietet Frau Taras-Mestrovic Förderunterricht an, der darauf abzielt, eventuelle Defizite, die durch den Auslandausfenthalt im Fach Chemie entstehen können,  auszugleichen. Der Unterricht findet jeweils 2-wöchig mittwochs in der ersten und zweiten Stunde in Raum A208 statt.

 

Chemie entdecken
 

Tamara Reichelt und Jennifer Riske (Klasse 6) gehören vor einigen Jahren zu den Preisträgern. Unter dem Titel "Sprudelnder Antrieb - Brausetablette" sollten Schülerinnen und Schüler in einem Experimentallwettbewerb herausfinden, aus welchen Bestandteilen Multivitamintabletten bestehen. Sie stellten ihre eigene Brause her, die Familienmitglieder als Versuchskaninchen probieren mussten. In dieser Aufgabe untersuchten sie auch das Brausegas und bauten mit viel Phantasie und voller Begeisterung ihr eigenes "Raketenboot" aus einer Filmdose.

"Banane - einfach spannend" war das Thema im anschließenden Experimentalwettbewerb. Mit Hilfe von Bleistiftspitzern und 5-Cent-Stücken bauten die Schülerinnen und Schüler eine Bananenbatterie, die eine Diode zum Leuchten bringt, einen Kopfhörer "knacken" lässt oder eine Digitaluhr antreibt. Sie lernten den Gebrauch eines Multimeters kennen und testeten, welche Metallkombination die höchste Spannung liefert. Zudem stellten sie eine eigene Batterie mit möglichst viel "Power" her.

Die Arbeitsgruppe "Chemie entdecken" vom "Kölner Modell" hat sich zum Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinaus zum Experimentieren anzuregen. Das Team aus Lehrkräften verschiedener Schulformen im Großraum Köln fördert auch den heute erforderlichen Umgang mit den neuen Medien. So werden den älteren Schülerinnen und Schülern Zusatzfragen gestellt, zu deren Beantwortung sie ihre Internet-Kenntnisse unter Beweis stellen müssen.

 

Schnuppervormittage für Grundschulklassen

Auch in diesem Jahr sind wieder viele Grundschulklassen aus dem Einzugsbereich des Hardtberg-Gymnasiums der Einladung zu einem spannenden Schnuppervormittag in den Fachbereich Chemie gefolgt. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Möglichkeit unter der Anleitung von Frau Taras-Mestrovic einige einfache aber faszinierende Schülerversuche mit Rotkohl als Säure-Base-Indikator selbständig durchzuführen und die beeindruckende Farbveränderungen zu beobachten.

Das durchweg positive Feedback der Grundschüler und deren Lehrer und Lehrerinnen zeigt, dass es Frau Taras-Mestrovic und nicht zuletzt den vielen engagierten Helferinnen und Helfern verschiedener Chemie-Kurse des Hardtberg-Gymnasiums wieder gelungen ist, die Schüler und Schülerinnen der Grundschulklassen für naturwissenschaftlicher Phänomene, das selbständige Experimentieren und damit für das Fach Chemie zu begeistern. So gelingt es, einen fruchtbaren Grundstein für die naturwissenschaftliche Ausbildung der Schülerinnen und Schüler an der weiterführenden Schule zu legen.