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Am 25. Juni 2019 wird mit der 9d auch die letzte der aktuellen neunten Klassen des HBG die Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in Bonn e. V. besuchen und sich dort im Rahmen eines Workshops intensiv mit der Bonner Geschichte während des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Eingebettet ist die Exkursion in die Themenfelder „Nationalsozialismus“ und „Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ aus den Fächern Geschichte und Politik. 

Anhand von Fotos, Akten, Zeitungsartikeln, Briefen oder auch Tagebucheinträgen aus dem Archiv der Gedenkstätte erarbeiten die Schülerinnen und Schüler eigenständig das Schicksal jeweils einer Person oder auch einer ganzen Familie aus Bonn. Darunter befinden sich z.B. die jüdische Familie Getreider, die ein Hutgeschäft in der Bonner Innenstadt besaß, Otto Renoir, der als Führungsperson der kommunistischen Partei auf offener Straße erschossen wurde, und Jugendliche der „Jovi-Gruppe“, die im Zuge einer Frankreichfahrt ins Visier der Nationalsozialisten gerieten und in einem Keller in Endenich inhaftiert wurden. Auch Anhänger des Nationalsozialismus werden vorgestellt, z.B. der Jugendliche „Edi“ Brenner, der u. a. Mitglied der Hitlerjugend war. 

Nach der intensiven Quellenarbeit brechen die Klassen in Kleingruppen in die Innenstadt auf, um die in den Quellen genannten Orte aufzusuchen und dort ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren. 

Für die Schülerinnen und Schüler wird so deutlich, dass die Verfolgung von Minderheiten mitten in der Stadt stattfand und der nationalsozialistische Terror eine Atmosphäre des Misstrauens und der Angst schuf, in der es viel Mut bedurfte, entgegen der Vorgaben des Regimes zu handeln.

Die Fachschaft Geschichte dankt dem Förderverein des Hardtberg-Gymnasiums, der durch seine finanzielle Unterstützung die Mitgliedschaft des Hardtberg-Gymnasiums im Förderverein der Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in Bonn e. V. ermöglicht.