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So beschrieb der Journalist Sven Böll (42), der uns am 10.5.2019 besuchte, seinen Beruf in drei Wörtern. Er wohnt in Berlin und arbeitet bei der Wirtschaftswoche.

BildSvenBöll
Wir waren sehr gespannt und stellten einen Haufen von Fragen, zum Beispiel:

Was haben Sie gemacht, bevor Sie Journalist wurden?

Sven Böll ging als Schüler auf unsere Schule, das Hardtberg-Gymnasium Bonn. Relativ früh fing er an, Artikel für den General Anzeiger zu schreiben, z.B. über die Treffen von Schützenvereinen. Nach dem Abitur studierte er zunächst und ging dann auf die Journalistenschule in München.

Reisen Sie oft ins Ausland?

Sven Böll ist meistens in Deutschland unterwegs, manchmal auch im Ausland. Dann reist er auch schon mal nach Tokio. Außerdem hat er in Kapstadt einige Zeit bei einer Zeitung hospitiert. Dort kam es auch schon mal vor, dass man über Morde berichten musste. Die beruflichen Reisen in andere Länder sind in der Regel ziemlich dicht getaktet, sodass ihm kaum Zeit bleibt, das Land zu besichtigen.

Treffen Sie oft berühmte Personen?

Donald Trump hat er noch nicht getroffen, mit Angela Merkel war er schon mal unterwegs, zum Beispiel bei einem G7-Gipfel in Kanada.

Wie sehen Sie Ihren Beruf?

Sven Böll unterscheidet zwischen verschiedenen Aspekte seines Berufs.
Er mag seinen Job, weil er viel Freiraum bietet. Außerdem ermöglicht er ihm, viele spannende Erfahrungen zu machen. Vor längerer Zeit hat er zum Beispiel einmal zur Situation von Tagelöhnern recherchiert.
Trotz der Freude an seinem Job macht er sich Sorgen, ob sich Medien dauerhaft finanzieren können. Die entscheidende Frage ist seiner Meinung nach: Zahlen die Menschen auch in der digitalen Welt für Artikel etc.?

Haben Sie schon einmal Fake news verbreitet?

Sven Böll erzählte uns, dass man sich als Journalist immer größte Mühe gibt, besonders sorgfältig zu recherchieren und deshalb darauf achtet, dass alle Fakten stimmen. Trotzdem ist es ihm auch schon mal passiert, dass sich hinterher herausstellt, dass nicht alles 100 Prozent korrekt war. Das sind seiner Meinung nach aber keine Fake news.

Was halten Sie von Trump?

Auf die Frage antwortete Sven Böll: „Bei uns denken die meisten zwar, dass er ein Spinner ist. Aber das hilft uns nur bedingt weiter, weil er ja von vielen Menschen gewählt wurde und vielleicht auch wiedergewählt wird.“ Deshalb kann er gut verstehen, wenn sich deutsche Politiker bemühen, mit ihm klarzukommen.

Ella Dahlmann, Tim Heinze, Ole Stöcker (7d)