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Am Dienstag, dem 30.04.2019, haben alle Schüler der Erdkundekurse der Einführungsphase von Herrn Reich, Frau Schneider und Herrn Borchers an einer Exkursion ins Rheinische Braunkohlerevier teilgenommen. Auf zwei Gruppen aufgeteilt, haben sich die Schüler den gesamten Tag mit dem Abbau von Braunkohle, sowie dessen positiven und negativen Folgen, beschäftigt.

Gruppenbild Braunkohleexkursion vor Kirche

Ein Teil der Schüler im Umsiedlungsort Kerpen-Manheim

Gruppenbild Braunkohleexkursion1

Besuch des Tagebaus Garzweiler mit einem Schaufelradbagger

 

Das Tagesprogramm begann für die erste Gruppe mit einer Führung durch den Braunkohletagebau Garzweiler. Dieser Tagebau ist der Arbeitsplatz für ca. 1500 Beschäftigte, welche in den Bereichen des Abbaus von Kohle sowie der Organisation aller Abläufe arbeiten. Außerdem befinden sich vor Ort eine Feuerwehr und eine Krankenstation, welche bei Notfällen schnell zur Hilfe eilen können.
Viele Informationen erhielten wir aus erster Hand von einem ehemaligen Mitarbeiter, der uns vor allem viel über die Funktionsweisen und Aufgaben der einzelnen Maschinen und Anlagen erklärt hat.
Die gewonnene Kohle wird im Tagebau von Förderbändern abtransportiert. Kohle ist ein endlicher Energieträger, sodass nach vielen Jahren des Abbaus im Tagebau keine Kohle mehr vorhanden ist. Da jedoch die Landschaft durch den Tagebau sehr zerstört wird, wurden Maßnahmen festgelegt, welche z.B.von RWE umgesetzt werden müssen, um aus den großen „braunen“ Flächen wieder nutzbare Flächen zu machen. Dieser Prozess der „Rückversetzung“ in natürlichem Lebensraum für Tiere, von Flüssen, Bodenflächen, Gehölzgruppen und mehr in einen naturnahen Zustand, welchem die Möglichkeit gegeben ist, sich auf natürliche Art und Weise weiterzuentwickeln, nennt sich Renaturierung oder Rekultivierung. Ein großer Aspekt der Renaturierung ist die Rückführung des Grundwassers in das Tagebauloch („Sümpfen“). Dieses wurde zuvor bis zu 500 m tief abgepumpt um den Abbau von in der Erde gelegener Braunkohle erst zu ermöglichen. Durch diesen Prozess entstehen oftmals Seen in ehemaligen Braunkohleabbaurevieren.

Blick in Tagebau

Blick in den Tagebau Garzweiler

Wie man sich leicht vorstellen kann, gibt es nicht nur Befürworter des Kohleabbaus, sondern vor allem Umweltschützer und Anwohner, die aktiv gegen den Abbau vorgehen und diesen stoppen möchten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Umwelt durch die Gewinnung des Energieträgers unwiderruflich geschädigt und zerstört wird. Nun ist allerdings nicht nur die Umwelt, sondern ganz direkt auch der Mensch betroffen; leider ist es nämlich nicht so, dass sich Kohlenflöze immer unter Wiesenflächen o.ä. befinden, sondern oftmals unter Städten oder Dörfern. In solchen Fällen kommt es zu einer Zwangsumsiedelung der Menschen in ein anderes Dorf. Das bedeutet, dass ganze Dörfer Städte abgerissen werden, den Menschen ihre Heimat genommen wird und dort, wo die Häuser einst standen, ein großes Loch in den Boden gerissen wird. Um mehr von den „direkten Gegnern“ zu erfahren, sahen wir uns in einem fast vollständig verlassenen Dorf (Kerpen-Manheim), einer so genannten „Geisterstadt“, die auf Grund der geplanten Ausbreitung des Kohleabbaus umgesiedelt werden musste, um. Außerdem gab man uns die Möglichkeit, uns mit Umweltaktivisten im Hambacher Forst zu unterhalten.

Alt Manheim

            Verlassenes Haus im Umsiedlungsdorf Kerpen-Manheim

Baumhaus

Baumhaus im Hambacher Forst

Ob nun Braunkohle weiter gefördert werden soll, oder es bald zum Abbaustopp kommen wird, kann nach unseren Quellen und dieser Exkursion nicht endgültig gesagt werden, da Braunkohleabbau die Umwelt und die Heimat vieler Menschen zerstört, jedoch auch zu einem großen Teil an der Stromproduktion Deutschlands beteiligt ist. Es werden also sicherlich noch viele Diskussionen über dieses Thema geführt werden.
Insgesamt war die Exkursion sehr interessant, informativ und ermöglichte uns, die verschiedenen Aspekte des Braunkohleabbaus intensiver kennenzulernen, als dass über Medien möglich gewesen wäre. (Inka Mittler)

À Garzweiler, c’était vraiment impressionnant de voir que la surface de Garzweiler I s’étend sur 66 km2. La quantité de lignite que RWE produit par année est de 35-40 millions de tonnes et ce qui reste sont environ 1,3 milliards de tonnes.
En général, il y a beaucoup de problèmes comme le bruit ou la poussière, mais la solution pour cela sont 350 arroseurs d’eau. Mais pour RWE, l’eau n’est pas seulement une solution, mais aussi un problème : on doit pomper l’eau pour que la nappe phréatique baisse. À cause de cet assainissement, l’initiative des citoyens se fait des soucis que cela puisse nuire à la forêt d’Hambach.
(Sophia H. et Sophia S.)

Ensuite nous sommes allés dans un petit village d’activistes où nous avons pu les rencontrer et parler avec eux. Nous leurs avons posé des questions sur leur mode de vie. Ils nous ont raconté qu’ils n’avaient pas peur de devoir partir à cause par exemple de la police car tant que la forêt existe, ils peuvent toujours reconstruire des habitations dans les arbres. Ils nous ont aussi dit qu’ils utilisaient l’énergie solaire pour cuisiner ou pour charger les téléphones.
(Alicia et Eva)