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Käptn Book 1Dunkelheit in unserer Schulaula. Dann plötzlich Waldgeräusche: pfeifender Wind, knackende Äste und leise heulende Wölfe. Unversehens stürzt ein junger Mann auf die Bühne, guckt sich fragend um, schaut hinter die imaginären Bäume, bevor er von einem – ebenfalls imaginären - Räuber von hinten gepackt wird.

So begann die Lesung von Finn-Ole Heinrich, der im Rahmen des Käpt’n Book Lesefestes an unsere Schule gekommen war. Insgesamt sechs Klassen der Stufen 5 und 6 konnten der Geschichte lauschen, in der ein werdender Vater bei einem Räuber ein Praktikum machen will, um seinen zukünftigen Vaterpflichten besser gerecht werden zu können. Finn-Ole Heinrichs zog die knapp 200 Kinder nicht nur mit dem Text, sondern auch mit seiner Bühnenperformance in den Bann, die aus Ton- und Filmsequenzen sowie einem kleinen flackernden „Lagerfeuer“ bestand. Seine abschließenden Worte: „Jetzt fängt die eigentliche Geschichte erst an“ ließ die Kinder voller Neugier und Spannung auf das Buch „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“ zurück.

Unsere älteren Schülerinnen und Schüler konnten bei der Lesung der Schriftstellerin Tania Witte zunächst selbst entscheiden, aus welchem Buch sie gerne hören möchten. Sie entscheiden sich für „Marilu“, einen Jugendroman, in dem ein Mädchen seinen Selbstmord angekündigt, gleichzeitig aber seinen besten Freunden eine Spur zu ihm legt, die es ermöglichen soll, sein Leben doch noch zu retten. Was nach schwerer Kost klingt, trug Tanie Witte in einer Weise vor, dass man im Publikum, das sich wohlgemerkt aus den Stufen 8 und 9 und insgesamt etwa 150 Schülerinnen und Schülern zusammensetzte, eine Stecknadel hätte fallen hören können. Die Begeisterung der Jugendlichen war sehr deutlich erkennbar und spiegelte sich auch im Anschluss der Lesung an einem sehr hohen Interesse an den Büchern der Schriftstellerin wider.

Wir danken den Organisatoren des Lesefestes Käpt’n Book sehr herzlich, dass sie dieses Literatur-Erlebnis für unsere Schülerinnen und Schüler möglich gemacht haben.
Außerdem danken wir Frau Tania Witte und Herrn Finn-Ole Heinrich, dass sie uns ihre Bücher mit so viel Engagement und Leidenschaft vorgestellt haben.