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Bläserklasse 6b Bühne frei 2018 3

"Bühne frei" hieß es auch in diesem Jahr wieder beim Eröffnungsfest des Beethovenfestes. Die Bläserklasse 6b und das Sinfonische Blasorchester bereicherten das Musikprogramm auf dem Friedensplatz in Bonn. Zudem kam der Pianist Markus Becker zu den Musikkursen der Oberstufe.

Für die Bläserklasse war der Auftritt bei "Bühne frei" besonders aufregend, denn die Schülerinnen und Schüler der 6b unter der Leitung von Frau Broszukat spielen ihr Instrument erst seit einem Jahr! Umso erstaunlicher war es, wie souverän der Auftritt gelang. Verschiedenste Melodien aus aller Welt erfüllten den Platz. Nicht nur der mitreißende Abschluss mit den bekannten Melodien aus "Piraten der Karibik" sorgten für großen Applaus bei den zahlreichen Zuhörern.

 

Das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Frau Haun-Schmitz trat nun schon zum vierten Mal auf und bot in gewohnter Weise ein unterhaltsames Programm aus Rock, Pop und Film. Schön, wie das inzwischen ziemlich große Orchester immer weiter durch nachrückende junge Musiker wächst und inzwischen Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 7 bis zur Oberstufe hat.

 

Der Pianist Markus Becker besuchte am Tag vor seinem Konzert die Oberstufenkurse der EF und Q1. Er hatte ein besonderes Programm vorbereitet, das an den Bonner Pianisten Karlrobert Kreiten (1916-1943) erinnerte. Dieser war als junger Musiker schon ein Star auf den Bühnen der Welt. Kritische Äußerungen über den 2. Weltkrieg und die Nationalsozialisten führten aber dazu, dass er denunziert, von der Gestapo verhaftet und 1943 im Alter von 28 Jahren mit vielen Anderen ermordet wurde. Dieses erschreckende Schicksal wurde den Schülerinnen und Schülern von Markus Becker nicht nur geschildert, sondern auch hörbar gemacht. Er spielte einige Stücke, die Kreiten für ein Konzert geplant hatte, das aufgrund seiner Verhaftung nicht mehr stattfinden konnte. Becker spielte auch Stücke von Komponisten, die ebenfalls von den Nazis verfolgt und getötet wurden. So erklangen durchaus moderne Klänge z.B. von Paul Hindemith. Becker war es wichtig zu betonen, dass diese Komponisten trotz ihres Schicksals durchaus lebensbejahende, fröhliche Musik komponierten. Becker antwortete bereitwillig auf die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler und erzählte, wie er selbst Profimusiker wurde, wie er sich auf Konzerte vorbereitet und welche Musik er gerne hört und spielt. Dabei kam heraus, dass er den Jazz liebt! So durfte in seinem "Privatkonzert" für das HBG neben Beethoven natürlich auch eine ausgiebige Jazzimprovisation nicht fehlen. Es zeigte sich zum wiederholten Mal, dass die Idee von "Rhapsody in school", dass Profimusiker in die Schulen gehen, sehr gut trägt.

 

Markus Becker besucht Musikkurse 0.9.2018 2